Pfingstlager 2005
Buntes Zigeunertreiben auf dem Pfingstlager
Vom 13. bis zum 16. Mai 2005 machten sich alle Stämme des Gau Teck nach Dettingen auf, um gemeinsam das Fest des Wildschweins zu feiern. Das „Fahrende Volk“ versammelte sich am Freitag Abend, um das von weit her angereiste Zigeunerpaar Jango und Esmeralda, zu begrüßen. Mit dem Lagerlied „Hejo, wir sind nun einmal so, wir ziehn von Ort zu Ort, nichts gibt es was uns halten kann, das Fernweh treibt uns fort,“ wurde das Lager eröffnet. Die Zeltstadt bestand aus vielen Schlafkothen, einigen Jurten, einem Versammlungsplatz, einer Lagerküche, einem Kiosk, einem großen Gemeinschaftszelt und viel Platz zum Spielen und Feiern. Und so hatten die 120 Pfadis die nächsten vier Tage alles was sie brauchten.
Die Wiedersehensfreude war groß, und es wurde in der ersten Nacht noch lange im Zelt getuschelt. Doch zu den Workshops am nächsten Tag waren alle wieder fit. Es wurden Jonglierbälle genäht, Bauchtänze eingeübt, Lagerbauten aufgestellt, Gitarrenstücke einstudiert oder ein großes Feuer für das bevorstehende Wildschweinfest vorbereitet. Nach dem leckeren Abendessen waren alle gut gestärkt für die Nachwanderung. Und das war auch nötig, denn wir waren im Wald auf den Spuren der Wildschweine unterwegs. Da waren doch alle froh als sie wieder in ihre gemütlichen Schlafsäcke kriechen konnten.
Der nächste Tag begann mit einem Gottesdienst, Gesang und guten Wünschen für den Tag. Dann machten sich die Gruppen auf zu einem Geländespiel, bei dem Gegenstände eingetauscht werden mussten. Der Abend brachte ein buntes Treiben mit sich, denn die große Zigeunerfamilie feierte ein Fest zu Ehren des Wildschweins. Jeder erhielt fünf goldene Taler, die er unter die Leute bringen konnte. Auf dem Marktplatz wurden die mitgebrachten Geschenke vom Geländespiel angeboten, man konnte sich Karten legen lassen, oder seinen Einsatz bei Wettspielen verdoppeln, um sich dann an der gedeckten Tafel einen Imbiss kaufen zu können. Die Bauchtanzgruppe und die Gitarrenspieler trugen zur Unterhaltung des fahrenden Volkes bei. Und bevor sich alle am nächsten Tag auf die Heimreise aufmachten, klang der Abend am großen Lagerfeuer mit Stockbrot und Tschai aus. Die Zelte wurden wieder abgebrochen und der letzte Vers aus dem Lagerlied machte uns den Abschied nicht ganz so schwer: „Ein Jahr das geht schnell vorbei, ihr müsst nicht traurig sein. Wir sehn uns wieder, ganz gewiss, bei Lagerfeuerschein.“
Schön, dass so viele aus Denkendorf dabei waren, Danke an alle Helfer, und wir sehn uns wieder auf dem nächsten Pfingstlager, vielleicht zur Abwechslung mal mit viel Sonnenschein.
Bericht von Carmen Niebel
